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Filmkunst

«Belarusfilm» — 90 Jahre auf Ihren Leinwänden

Belarussische Filmkunst ist fast 90 Jahre alt. Die Geschichte der nationalen Filmkunst ergibt sich aus dem Stummfilm in Schwarz-Weiß „Die wahre Waldgeschichte“, der im Jahr 1926 in Leningrad gedreht wurde, weil die Produktionsbasis „Belgoskino“ fehlte. In die Hauptstadt von Belarus ist das Filmstudio im Jahr 1939 umgezogen. In 9 Jahre wurde es „Belarusfilm genannt“.

Heute ist das nationale Filmstudio eine der führendsten Filmfabriken in Osteuropa mit dem vollen Zyklus der Produktion, sie kann bis 15 Spielfilme, 40 Dokumentarfilme und 10 Animationsfilme drehen. Die Dienste von „Belarusfilm“ nehmen auch Filmproduzenten anderer Länder, insbesondere aus Russland.

Auf der Grundlage des Filmstudios arbeitet eines der populärsten und beliebtesten Theater von Belarus – Theater-Studio des Filmschauspielers, das für 32 Jahre seiner Tätigkeit von der Versuchsbühne Theater mit dem Spielplan und eines der gefragten bei dem Hauptstadtpublikum wurde.

Goldfonds der belarussischen Filmkunst

Der Aufschwung der belarussischen Filmkunst war in den Jahren 1950-60. Damals wurden solche Filme gedreht, die bis jetzt die Zuschauer des postsowjetischen Raums durchsehen: „Konstantin Saslonov“, „Die Uhren sind um Mitternacht stehen geblieben“, „Das Mädchen sucht nach dem Vater“, „Ich bin aus der Kindheit“, „Alpenballade“, „Stadt der Meister“ usw.

Die Filme, die nach den Drehbüchern der belarussischen Schriftsteller gedreht wurden, erfreuten sich immer eines Erfolges bei Cineasten. „Leute im Sumpf“, „Hauch des Gewitters“ von Melezh, „Zeichen des Unglücks“ und „Alpenballade“ nach Erzählungen von Bykov, „Die wilde Jagd des König Stach“ nach dem Roman W. Korotkewitsch, „Geh und sieh“ nach der Erzählung von A. Adamowitsch – diese Filme gehören zum Goldfonds der belarussischen Filmkunst.

Die Meisterschaft von vaterländischen Filmkünstlern wurde in verschiedene Zeiten hoch während der internationalen Filmfestspiele eingeschätzt. Der erste sowjetische mystische Triller „Die wilde Jagd des König Stach“ (Regisseur W. Rubintschyk) wurde zugleich in verschiedenen Kinoforums erwähnt:

  • Grand-Prix auf den I. internationalen Filmfestspielen der Kriminalfilme und der geheimnisvollen Filme „Mystfest“ in Catolica (Italien, 1980), Spezialpreis von Jury an den Film;
  • Preis „für die beste Frauenrolle im Hintergrund“ an W. Schendrikowa auf den X. internationalen Filmfestspielen der Horrorfilme und Science-fiction in Paris (Frankreich, 1980);
  • Spezialpreis der Jury auf dem IV. internationalen Filmfestspielen in Montreal (Kanada, 1980), Diplom auf dem XIX. internationalen Filmfestspiel der Science fiction in Trieste (Italien, 1981);
  • Diplom an den Film auf den internationalen Filmfestspielen „Filmeks“ in Los-Angeles (USA, 1981);
  • Grand-Prix auf dem internationalen Filmfestspiel der mystischen und utopischen Filme in Brüssel (Belgien, 1983). 

Der Spielfilm „Menschen im Sumpf“ (Regisseur W. Turow), der nach dem gleichnamigen Roman von Iwan Melezh gedreht wurde, hat auch unter anderen Preisen auch Preis der Jury an den Schauspieler-Ensemble des Films auf den XXIII. internationalen Filmfestspielen in Karlsbad (TschSSR, 1982). Das soziale Drama über Rauschgiftsüchtige „Unter dem blauen Himmel“ (Regisseur W. Dudin) wurde im Jahr 1990 auf den 47. internationalen Filmfestspielen in Venedig (Italien) mit mehreren Ehrenpreisen ausgezeichnet: Preise der italienischen Filmklubs, der italienischen Kritiker und Publikumspreis. Und das Kriegsdrama, Klassik der vaterländischen Filmkunst von Regisseur Wiktor Turow „Durch den Friedhof“ wurde im Jahr 1994 durch den Beschluss der UNESCO in die Liste der 100 besten Filme der Welt.

In den letzten Jahren wurden mit den Preisen verschiedener Filmfestspiele die belarussischen Filme „Anastasija Slutskaja“, „Povodyr“, „Dunetschka“, „Im August 1944“, „Brester Festung“. In diesem Jahr wurde Film „Im Nebel“ (S. Losnitsy), der die Kritiker „Existenzdrama auf dem Partisanenmaterial“ getauft haben, Preis der internationalen Föderation der Filmkritik FIPRESCI auf den 65. internationalen Filmfestspielen in Cannes (Frankreich) ausgezeichnet.

Auf den Filmfestspielen in Cannes stellten die Belarussen im Jahr 2012 zum ersten Mal die nationale Halle vor, wo Errungenschaften der vaterländischen Filmkunst demonstriert wurden. Für zehn Tage der Arbeit wurden die Verhandlungen mit Filmkünstler aus mehr als 30 Ländern der Welt geführt. Die Spezialisten haben Kontakte mit Producers, Regisseure, Distributoren aus Polen, den USA, Litauen, Armenien, Frankreich, Russland, Estland, der Türkei, China, Belgien,  den Vereinigten Arabischen Emirate, Jordanien, Deutschland, der Tschechischen Republik und anderer Staaten angeknüpft, um die gemeinsame Produktion der Dokumentarfilme und des fiktionalen Erzählkinos, der abendfüllenden 3D-Animationsfilme in Gang zu bringen sowie eine Möglichkeit zur Teilnahme der belarussischen Filme an den internationalen Filmfestspielen in Betracht zu ziehen.

Einige ausländische Kollegen haben den Wunsch, einige belarussische Filme für die Vorführung auf dem Territorium ihrer Länder zu erwerben.

Investitionen an Filmkunst

Wenn sich früher mit dem Drehen von Filmen zwei staatliche Organisationen „Belarusfilm“ und „Belvideozentrum“ beschäftigten, ist heute Aufgabe zum Heranziehen der privaten Investitionen. Seit dem 1. Januar 2012 hat das Filmstudio, das auf dem Territorium von Belarus registriert wurde, gemäß dem Erlass des Präsidenten das Recht, sich an die öffentliche Unterstützung unabhängig von der Eigentumsform wenden. Die Neuanführung ist auf die Erhöhung des Kunstniveaus der belarussischen Filme zu Lasten des Schaffens der wirtschaftlichen und schöpferischen Konkurrenz gerichtet.

Filmfestspiel-Belarus

Das größte Filmforum des Landes fast mit 20- jähriger Geschichte ist Minsker internationale Filmfestspiele „Listapad“. Seine Besonderheit besteht darin, dass sich im Programm nur beste Spielfilme, Dokumentarfilme und Animationsfilme – Filme-Preisträger der Minsker internationale Filmfestspiele aus GUS-Staaten, Baltikum, Ost- und Mitteleuropa. Dank verschienen Maßnahmen (Rundtische, Meisterklassen, Besprechungen und Diskussionen) haben die belarussischen Filmamateure eine einzigartige Möglichkeit, mit berühmten Gästen zu kommunizieren. Die XIX. Filmfestspiele „Listapad“ sind in der Hauptstadt am 2-9. November stattgefunden.

Außerdem findet in Mogiljow jährlich das internationale Festival „Animajowka“, in Minsk das Festival der digitalen Kunst Terra Nova (das Programm schließt Kunstausstellung, Voraufführungen und Konzerte der Elektronenmusik ein) und das Festival Cinema Perpetuum Mobile (das internationale Festival der unabhängigen Filmmaker und ihrer Gruppen) statt.

In diesem Jahr wird das erste belarussische Forum des alternativen Filmes mit kleinem Budget „KinoVarka“, es verspricht, ein wichtiges Ereignis im Leben der Filmamateure zu werden. Das Forum berührt alle Aspekte des modernen Lebens und der mit ihm verbundenen Kunst: fiktionales Erzählkino, Dokumentarfilm. An diesem Forum kann jeder, Profi oder Amateur, teilnehmen. Die Zeremonie der Verleihung der Sieger findet im Dezember 2012 statt.

Das internationale katholische Festival der christlichen Filme und Fernsehprogramme Magnificat findet in der Stadt Glubokoje des Gebiets Witebsk statt.