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Belarus: an der Quellen des Buchdruckes

Die Belarussen haben ein besonderes Verhältnis zum Buchwort. Jährlich wird im Land auf dem hohen Niveau der Tag der Schrift gefeiert. Während der Feier erinnert man sich immer an die, die die belarussische Literatur aus der Taufe hoben. Das Gedenken vom Erstdrucker Franzisk Skorina, Aufklärer Kirilla Turowskij und Simeon Polozki wurde in der Bronze verewigt.

Denkmal für den belarussischen Aufklärer Simeon Polozki. Foto: Alfred Mikus.

Im Museum für belarussischen Buchdruck in Polozk kann man einzelne handschriftliche und gedruckte Bücher sehen, die aus alten Zeiten gekommen sind. Hier wird die Sammlung der handschriftlichen und altgedruckten Bücher gelagert. Alte Raritäten sind Stolz des Museums:

  • bekannte Radziwill-Chroniken ist eines der interessantesten historischen Dokumente über die belarussischen Ländern;
  • „Lehrreiches Evangelium“ 1595, das in der Druckerei in Vilna von Brüdern Mamonitschy herausgegeben wurde.
  • Venezianische Ausgabe von Ieronim Faletski „12 Sprachen“ 1558
  • Werke von Horaz, die im Jahr 1803 in der jesuitischen Druckerei in Polozk herausgegeben wurden und andere interessante Exemplare.

Die größte Sammlung von Büchern auf der russischen Sprache außerhalb von Russland wird in der Nationalen Bibliothek der Republik Belarus gelagert.

Das Jahr 2012 war sehr reich an Literaturjubiläum: das 130. Jubiläum der Klassiker Janka Kupala und Jakub Kolas, das 100. Jubiläum von Maxim Tank, das 95. Jubiläum vom Geburtstag von Pimen Pantschanka und Janka Bryl.

In sowjetische Zeiten war das führende Thema in der belarussischen Literatur das Thema des Krieges: Wasil Bykau, Ales Adamowitsch, Swetlana Alexiewitsch. Dank ihrem Schaffen weiß die Welt über die tragischen Seiten der belarussischen Geschichte des ХХ. Jhs.

Das Schaffen der belarussischen Schriftsteller lässt weder heutige Leser noch die strengsten Richter-Kollegen kalt. Im Februar 2012 wurden sechs belarussische Schriftsteller als Kandidaten für die Literaturprämie namens Jerzy Giedroyc nominiert. Im September wurde die Belarussin Natalja Povaljaeva Preisträgerin des Literaturwettbewerbes „Neues Kinderbuch“, der durch den russischen Verlag „Rosmen“ gegründet wurde. Und im Oktober wurde auf dem VII. Internationalen Bücher-Ausstellung-Jahrmarkt in Aschchabad in der Nomination „Kunstdruck“ des Wettbewerbes auf die beste Buchausgabe Buch-Bildband „Lebendiger Glaube. Zweig“ des Verlags „Belarussische Enzyklopädie namens P. Brovka“ mit dem Diplom des zweiten Grades ausgezeichnet.

„Wo Kupala übernachtet hat“ – Buch mit belarussischen Liedern, sprichwörtlichen Redensarten und Sprichwörtern, illustriert mit Bildern der Künstlerin Anna Siliwontschik.

Heute sind in Belarus etwa 400 Verlage registriert, darunter fünf große staatliche Verlage. Der Staat finanziert die Herausgabe von Zeitschriften „Polymja“, „Maladosc“, „Neman“, Serie „Maladyja galasy“. Die Errungenschaften der modernen vaterländischen Verlage werden jährlich auf berühmten Buchmessen in Frankfurt, Moskau und Kiew demonstriert. Die Arbeiten der Fortsetzer der Beschäftigung von Skoryna werden in der Bücherwelt hoch eingeschätzt.

Im Jahr 2017 wird Belarus das 500. Jubiläum des belarussischen Buchdruckes feiern. Minsk hat vor, Gäste als Welthauptstadt des Buches annehmen.