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Ungewöhnliche Museen

Das an Münzen reichste
Wie sahen die ersten Münzen auf dem Gebiet von Belarus aus? Was ist „Bernsteinstrasse“, und wo verlief diese? 
Darüber und über viel Anderes kann man erfahren, wenn man die Exposition der Nationalbank besucht, zu der auch die in Belarus seltene byzantinische Münzen aus dem 10.-11. Jahrhundert gehören, lederne Geldbörse mit 127 Münzen der Goldenen Horde Ende des 14. – Anfang des 15. Jahrhunderte, numismatische Komplexe von Prager Groschen, westeuropäische Thalern, spanische Realen und andere gehören. Unter den Ausstellungsgegenständen des 19. Jahrhunderts ruft ein besonderes Interesse der Schatz hervor, der in einer Champagnerflasche gefunden wurde. Er besteht aus 80 großen silbernen Münzen Russlands und Preußens der Periode vom Ende des 18. – erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Als Bonus gibt es Münzen sowjetischer Periode, goldene Zehnrubelmünzen des Jahres 1923, Rubel, Gedenkmünzen und Münzen der Republik Belarus, die in der Periode von 1996 bis zu unseren Tagen geprägt wurden, Silber-, Gold- und Platinbarren mit Akronym der Nationalbank.
 
Das erste private
Die Liebe zum Sammeln fließt im Blut von vielen Belorussen. Im Land funktionieren offiziell 14 private Museen. Seit 2011 haben sie  in Übereinstimmung mit der Anordnung des Präsidenten die gleichen Rechte wie die staatlichen hinsichtlich der Besteuerung erhalten. Das Kulturministerium ist der Meinung, dass durch Beteiligung des privaten Geschäfts im Land neue Kunstgalerien, heimatkundliche Museen eröffnet werden, neue regionale Museen, Museen der Betriebe erscheinen. Als Beispiel kann man den potentiellen Investoren das einmalige ethnographische Komplex „Dudutki“ anführen, der sich 50 km südlich von der Stadt Minsk befindet. Das 1993 gegründete erste private Museum ist zu einer echten Visitenkarte des Landes geworden, wohin in erster Linie die einfache Belorussen die teuersten Gäste einladen, und die offiziellen Staatsleute hohe Regierungsdelegationen bringen.
 
Das einmalige ethnographische Komplex „Dudutki“ Foto: interfax.by
Das weiblichste
Das belorussische Dorf Bezdezh im Drogitschiner Kreis Brester Gebietes war seit je in der ganzen Umgebung für Schönheiten und Handarbeiterinnen berühmt. Man erkannte eine Bezdezher Frau aus der Ferne von einem halben Kilometer an Mustern an der Schürze (ein Detail der Nationalkleidung, die sie bis zu den 80-ern Jahren des 20. Jahrhunderts getragen haben). Jede Bewohnerin des Dorfes hatte mindestens 12 Schürzen, die mit eigenen Händen aus dem selbstgewebten Tuch gemacht und mit farbigen (gefärbt mit Ruß, Zwiebelschalen, Eichenrinde und Erlenzapfen) Fäden bestickt wurden.
Jetzt wird eine einmalige Sammlung authentischer Muster des Volksschaffens im Museum „Bezdezher Schürzchen“ verwahrt. Die älteste Schürze in der Exposition ist mehr als 130 Jahre alt.
 
Das an Monographien reichste
Mit einem aktiven monographischen Museum eines Bildhauers können sich bis jetzt zwei Städte rühmen – Paris und Minsk. 
Das Gebäude der Werkstatt des Volkskünstlers der UdSSR und der BSSR, des Helden der Sozialistischen Arbeit, des wirkenden Mitglieds der Kunstakademie der UdSSR Zair Azgur in der Traktornaja Straße (jetzt trägt jene den Namen des Bildhauers selbst) im Zentrum der belorussischen Hauptstadt wurde auf Veranlassung von Pjotr Mascherow 1984 gebaut. In dessen Wänden arbeitete der Bildhauer 11 Jahre. Nach dem Tod von Azgur, im Jahre 2000, befindet sich hier das Museum, in drei Hallen von dem man sich mit dem Leben und dem Schaffen des berühmten belorussischen Bildhauers vertraut machen kann. Alleine in der Exposition der Bildhauerhalle gibt es ca. 300 Statuen und Büsten von Führern, Wissenschaftlern, Partisanen, Schriftstellern, Musikern, Schauspielern, Philosophen, die vom Meiser seit 1942 geschaffen wurden… Insgesamt werden im Museum ca. 4 Tausend Ausstellungsgegenstände gezählt.
Das Azgur-Museum ist auch dadurch interessant, dass hier die lebhaftesten Fotoshootings und ungewöhnliche Performances stattfinden.
 
Das den Kindern am Nächsten stehende
Das Kindermuseum der Stadt Polotsk ist das einzige in Belarus, wo man Ausstellungsgegenstände mit den Händen anfassen und mit denen spielen nicht nur darf, sondern muss. Es wurde 2004 eröffnet und gehört zum Nationalen Polotsker kulturhistorischen Schutzmuseum. Es ist ein Raum der Kinderfantasie: in den Wänden des Museums können sich kleine Besucher mit verschiedensten Gegenständen (Uhren, Unterbogenglöckchen, Fotoapparaten, Samowars usw.) vertraut machen, die Geschichte deren Erfindung und Perfektionierung erfahren, verstehen, dass der Mensch seinem Wesen nach Schöpfer, Macher und kein Zerstörer ist. 
 
Das Kindermuseum der Stadt Polotsk. Foto: http://vandrouka.by/
Die Exposition ist durch 8 Sammlungen dargestellt, und das sind mehr als 1000 bewundernswerteste Gegenstände. In der Computerhalle des Kindermuseums kann man Spiele spielen, die das logische Denken, das Gedächtnis, die Aufmerksamkeit, das Vorstellungsvermögen entwickeln.
 
Das dem Ozean gewidmete
Es scheint, dass Belarus ein landfestes Staat ist. Aber das Interesse für Unterwassertiefen kann jeder zur Seeromantik ungleichgültige Belorusse im kulturaufklärerischen Zentrum „Offener Ozean“ befriedigen. Die Überreste des U-Bootes „Kursk“ berühren, die Bewohner von fünf Weltozeanen sehen, zu Gesicht bekommen, wie sich in einem Aquarium der kleine Wels und erwachsene Piranhas vertragen.
Fünf Hallen sind den  fünf Ozeanen der Erde gewidmet. Jede mit ihren eigenen Unterwasserbewohnern, die die Fachleute des Zentrums für ihre eigene Zöglingen halten. Im Zentrum gibt es eine Werkstätte, eine Bibliothek, eine kleine Videohalle mit einer wunderbaren Sammlung, einen speziellen Aquariumcomputer PROFILUX, der sogar im Aquarium Gewitter, Ebbe und Flut simulieren und allerlei Seeströmungen steuern kann.
 
Das am meisten militarisierte
Der kulturhistorische Komplex “Stalinlinie” befindet sich beim Dorf Loschany Minsker Kreises, 6 km von Saslawl Richtung Molodetschno entfernt. Dieses grandiose Fortifikationsensemble stellt ein militärhistorisches Freilichtmuseum dar.
Es ist gleichzeitig sowohl Gedenkstätte zu Ehren den Verteidigern der Heimat, als auch ein Museum der ersten Tage des Großen Vaterländischen Krieges.
Die Exposition des Museums bilden langfristige Feuerpunkte, in denen die Einrichtung der Kriegsjahre wiederhergestellt ist, Schützengräben und Verbindungsgänge mit Zellen für Maschinengewähre und Bunkern. 
Das Alles ist nach den Vorkriegszeichnungen gebaut worden. Außerdem ist hier eine der vollsten Sammlungen von Schusswaffen, Artillerie, Panzern, Luftfahrwesen der Sowjetischen Armee in Belarus gesammelt. 
 
Das sportlichste
Das Museum des olympischen Ruhmes wurde am 6. Juli 2006 auf der Grundlage der Staatlichen kulturaufklärerischen Einrichtung “Museum der Körperkultur und des Sports des Sport- und Tourismusministeriums der Republik Belarus” gegründet.
Im Museum gibt es zwei Expositionshallen. 
Die erste – “Wiedergeburt der olympischen Idee” – macht die Besucher mit der Geschichte der Entwicklung der internationalen olympischen Bewegung, der Tätigkeit internationaler Sportföderationen nach Sportarten, der Rolle des Internationalen olympischen Komitees in der Wiedergeburt moderner Olympischen Spiele, sowie mit der Arbeit der Internationalen olympischen Akademie, des Museums von IOK in Lausanne und der populären Bewegung Fair Play (“Ehrliches Spiel”) vertraut.
Die zweite Expositionshalle – “Belarus: Gleich unter Gleichen” – ist den Errungenschaften belorussischer Sportler in sommerlichen und winterlichen Olympischen Spielen gewidmet, erzählt über die Geschichte und die Entwicklung der Körperkultur und des Sports in der Republik. Einer der wichtigen Plätze in der Exposition ist der Rolle des Nationalen Olympischen Komitees und des Sport- und Tourismusministerium der Republik Belarus in der Geschichte des Landes bemessen.
 
Das am meisten mit dem Theaterleben verbundene
Das Staatliche Museum der Geschichte der Theater- und Musikkultur der Republik Belarus wurde am 23. März 1990 gegründet.
Die Ausstellungsgegenstände des Museums bilden 10 Sammlungen, zu denen gehören: Musikinstrumente, Notenmanuskripte, dokumentarische Materialien (persönliche Papiere, Regieausarbeitungen, Bildschnitte, Rollentexte mit Bemerkungen von Darstellern), Reproduktionen und Aufnahmestreifen, Anschlagzettel und Programme, Phonaufnahmen, seltene Druckausgaben und andere.
 
Das rund um die Uhr zugängliche
Das einzige Museum im Land, das rund um die Uhr, ohne Mittagszeiten und Feiertage offen ist – Museum der Rollsteine – befindet sich in der Parkanlage der belorussischen Hauptstadt. In der Exposition des Museums, der in Minsk 1985 gegründet wurde, sind mehr als 2130 Steine von ganz Belarus gesammelt. Hier gibt es Rollsteine, die auf den belorussischen Boden von Gletschern gebracht wurden, es treffen sich sedimentäre, magmatische, metamorphologische Gesteine. Sowie der Stein, der in alten Zeiten als Zentrum heidnischer Kultstätte diente. Nach Meinung von Fachleuten hat das Museum nach seinen Maßstäben (nimmt die Fläche von 6,5 ha ein)  und dem Landschaftplan  (die Steine sind in der Form der Landkarte ausgelegt) keine Analoga in Europa.