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Informationsgesellschaft von Belarus: heute und morgen

Die rasante Entwicklung des Marktes der Kommunikationen und Verbindungen berührte nicht nur Belarus sondern auch bestimmte den Vektor der Entwicklung des Landes  für die kommenden Jahre. Fast jeder Bürger in der entlegensten Ecke hat Zugang zum Internet und Mobilfunk.

Das wurde dank dem Programm „Elektronisches Belarus“ (2003-2010) möglich. Als Ergebnis dessen Umsetzung begann das Web-netz vom Hauptteil der Bevölkerung aktiv nicht nur für die Arbeit und Unterhaltung sondern auch für verschiedene Zahlungen, Erhaltung von Bescheinigungen usw. genutzt zu werden.

Und heute gehört Belarus zur „oberen“ Gruppe der Länder nach dem Index der Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien. Es nimmt den 52. Platz im Weltrating ein.

Bis zum Ende 2015 hat das Land vor, zu den dreißig am besten entwickelten Ländern in Informations- und Kommunikationstechnologien zu gehören. Für die Umsetzung dieses Ziels hilft das Nationale Programm auf dem Gebiet von Informationstechnologien 2011-2015. Dessen Leitsetze sind die Entwicklung der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur, die Modernisierung der Netze des elektrischen Fernmeldewesens, die Einführung von modernen Informationstechnologien, sowie die Entwicklung des Marktes der Informationsdienstleistungen.

Normativbasis

Die Rechtsgrundlage der Tätigkeit der Massenmedien in Belarus ist die Verfassung und das Gesetz „Über Massenmedien“ (die neue Fassung wurde 2008 angenommen). Sowohl die Verfassung als auch das Gesetz regeln die Zuverlässigkeit der Information, die Meinungsvielfalt, den Moralschutz und der Einhaltung der Normen der Berufsethik.

Das Gesetz „Über Massenmedien“ wurde zur Grundlage für die Einführung der Selbstregelungselemente im Medienraum von Belarus. Zu diesem Zweck wurde der Gesellschaftliche Koordinierungsrat im Bereich der Masseninformationen gegründet, zu dem Vertreter von Massenmedien, Journalistenorganisationen und Expertengemeinschaft gehören.

Riesen des nationalen Fernsehens

In Belarus werden fast 80 Fernsehprogramme gesendet, von denen der Großteil privat sind. Dabei ist der größte Fernsehbetrieb des Landes die Nationale staatliche Rundfunk- und Fernsehgesellschaft der Republik Belarus. Der Medienholding sichert die Sendung von drei Fernsehkanälen der Eigenproduktion: 2 Republikkanäle („Belarus 1“ und „Belarus 2“) und 1 Satellitenkanal („Belarus TV“).

Außerdem sichert die Nationale staatliche Rundfunk- und Fernsehgesellschaft die Sendung des Ersten nationalen Kanals des belarussischen Rundfunks, des Funkkanals „Kultur“, der Rundfunksender „Belarus“, „Stolitsa“ und „Radius-FM“. Die Tätigkeit von fünf Rundfunkgebietsfernsehgesellschaften ist der Nationalen staatlichen Rundfunk- und Fernsehgesellschaft unterstellt.

Die zweite nach der Zahl des Personals Fernsehproduktion ist der Zweite nationale Kanal, oder ONT (Gesamtnationales Fernsehen). Nach dem Content unterscheidet sich dieser Kanal von denen, die unter der Ägide der Nationalen staatlichen Rundfunk- und Fernsehgesellschaft arbeiten. Z. B. hat „Belarus 1“ keine Unterhaltungsprogramme, er ist mit Nachrichten und Analytik gefüllt. Der Inhalt von ONT ist gemischt. Dabei vereinigen sich die Lizenzprodukte im Sendenetz mit dem Fernsehprodukt der Eigenproduktion. Der Zweite nationale Kanal sichert auch die Sendung des Rundfunksenders „Radio ONT“.

Noch ein Kanal hat die Republikbedeutung, das ist STV (ZAO „Stolitschnoje televidenie“). Ursprünglich entwickelte er sich als ein formatierter russischer Kanal „Ren-TV“ mit belarussischen Nachrichten. Jetzt werden auf dem STV hauptsächlich eigene Produkte gesendet.

Die belarussische Fernsehsendung ist auch durch die Rundfunk- und Fernsehorganisation des föderativen Staates von Russland und Belarus „TRO des Bundes“ vorgestellt. Sie wurde gemäß dem Vertrag zwischen der Russischen Föderation und der Republik Belarus vom 22. Januar 1998 gegründet. Außerdem gibt es auf dem Gebiet des Landes die Vertretung des Zwischenstaatlichen Rundfunk- und Fernsehunternehmens „MIR“.

In Belarus werden fast 80 Fernsehprogramme gesendet, der größte Teil von denen privat sind. Foto: interfax.by.

Es ist zu erwarten, dass zum Jahr 2015 alle elektronischen Medien auf digitale Sendung umgestellt werden. Das ist durch das Staatliche Programm der Einführung des digitalen Fernseh- und Rundfunks vorgesehen. Heute arbeiten im neuen Format alle großen Kanäle. Die Sendung wird von mehr als 40 Sendern ausgeführt und fasst beinahe 100% des Territoriums des Landes um. Durch den Satelliten senden ihre Programme Fernsehkanäle „Belarus-TV“, STV, „Mir“ und einige anderen.

Kabelalternative

Das Fernsehen in der Republik Belarus ist nicht nur durch die Sendekanäle sondern auch Kabel-TV-Kanäle vorgestellt. Die Kabelnetze füllen den Content mit Hilfe des Empfanges des Satelliten- und Sendefernsehens, sowie mit Hilfe von IPTV.

Heute werden in den belarussischen Netzen mehr als 100 ausländische Fernsehkanäle des nahen und fernen Auslandes, einschließlich Euronews, BBC, Eurosport. Außerdem haben Fernsehkanäle „RTR-Belarus“ und „NTV-Belarus“ belarussisch-russischen Inhalt gesendet.

Die Rechte auf die Sendung der Fernsehkanäle gewähren die Netze der Kabeloperatoren, die größten befinden sich in Minsk (MTIS und „Kosmos-TV“), sowie in Gebietsstädten. Insgesamt gibt es in Belarus etwa 130 Kabeloperatoren.

Rundfunk: klassische UKW und moderne FM

Die Rundfunksender in Belarus senden ihre Programme sowohl im FM-Bereich als auch im UKW-Bereich. Es gibt etwa 30 FM-Stationen, der Rundfunk ist von 160 Stationen vorgestellt. Die größten werden in Minsk, im Gebiet Minsk und in Gebietszentren gesendet.

Unter Stationen mit hohem Rating sind Rundfunk „Junistar“ (belarussisch-deutsches Medienprojekt), „Alfa-Radio“, „Radio Roks“ u. a.  Einige werden durch Internet gesendet. Der staatliche Rundfunksender „Belarus“ ist der einzige in der Republik, der in den ausländischen Ländern seine Programme sendet. Seine Programme werden in Belarussisch, Russisch, Englisch, Deutsch, Polnisch, Spanisch und Französisch gesendet.

Treue den Traditionen: Printmedien

In Belarus werden etwa anderthalb Tsd. Printmedien verlegt. Hierbei existiert das Gleichgewicht zwischen Zeitungen und Zeitschriften, sie sind ungefähr gleich. Die Presse ist von verschiedene Ausgaben vorgestellt: von Werbepublikationen und Hochglanzmagazine bis zu ernsten analytische und wissenschaftliche Ausgaben.

In Belarus wird fast anderthalb Tausend von Printmedien veröffentlicht. Foto: Alexej Isatschenko (interfax.by).

Die Zeitungen und Zeitschriften werden in Belarus vorwiegend in Belarussisch und Russisch verlegt, obwohl es Ausgaben in Englisch, Polnisch, Ukrainisch, Deutsch u. a. gibt.

Die größte Zeitung ist „SB. Belarus heute“. Das ist eine politisch-gesellschaftliche Ausgabe, deren Gründer die Administration des Präsidenten von Belarus ist. Den zweiten Platz nach der Anzahl der Bezieher nimmt „Respublika“ ein, das ist das Presseorgan des Ministerrates. Das bedeutsame Segment des Informationsmarktes ist auch staatliche lokale Presse.

Außer den nationalen Ausgaben sind in Belarus lokale Ausgaben der großen russischen Zeitungen „Komsomolskaja pravda“ und „Argumenty und Fakty in Belarus“ vorgestellt. Auch ausländische Printmedien werden verbreitet, das sind Ausgaben aus Kasachstan, den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien usw.

Lieferanten von Nachrichten

In Belarus gibt es 9 Nachrichtenagenturen, 7 von ihnen sind privat. Der größte Lieferant der Nachrichten ist die Belarussische Nachrichtenagentur – BelTA.

Neben den belarussischen Nachrichtenagenturen gibt es in Minsk Vertretungen der russischen und internationalen Nachrichtenagenturen: „Interfax“, ITAR-TASS, „Prime-TASS“, „Reuters“ und Associated Press.