Language
Now in Minsk   The weather in Belarus

Startseite Politik Multilaterale Zusammenarbeit

Multilaterale Zusammenarbeit

Eine vorrangige Richtung der Außenpolitik der Republik Belarus ist die multilaterale Diplomatie und die effektive Teilnahme an der Tätigkeit der internationalen Organisationen. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der belarussische Staat das vollberechtigte Mitglied von mehr als 100 Organisationen sowohl der nach dem Charakter der Tätigkeit und nach der Mitgliedszusammensetzung universellen, als auch der regionalen und spezialisierten Organisationen.

Organisation der Vereinten Nationen

1945 wurde Belarus einer der Gründer der Organisation der Vereinten Nationen. Die Republik war immer unter denen, die für die Erhaltung der Schlüsselrolle der UNO bei der Wahrung des internationalen Friedens und der Sicherheit, für die Lösung anderer wesentlichen Probleme entschieden kämpften.

Zum Beweis des hohen internationalen Ansehens von Belarus wurde die Wahl des Landes 2012 in eine Reihe der Wahlorgane des UNO-Systems. So ging Belarus in die Kommission für die Lage der Frauen für die Periode 2013-2017, in die Kommission für die Vorbeugung der Kriminalität und der Strafrechtspflege für die Periode 2013-2015, in den Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte für die Periode 2013-2016 ein.

Außerdem ist das Land das Mitglied des Wirtschafts- und Sozialrates – eines der wesentlichen Organe für die Koordinierung der wirtschaftlichen und sozialen Tätigkeit der Organisation der Vereinten Nationen und ihrer spezialisierten Einrichtungen und Institute.

Nur auf der Linie von spezialisierten Einrichtungen, Fonds und Programme des UNO-Systems für 2011-2015 ist die Umsetzung in Belarus der Projekte der internationalen technischen Zusammenarbeit in der Gesamthöhe von 490 Mio. USA Dollar geplant. Und das ist ohne Programme der Kreditgewährung seitens des Internationalen Währungsfonds.

Regionale Organisationen

Die Republik Belarus ist die Mitbegründerin der großen regionalen Organisation der die Gemeinschaft der unabhängigen Staaten (GUS), zu der 11 Länder der ehemaligen UdSSR gehören. Das Hauptquartier (Exekutivkomitee) dieser Organisation befindet sich in Minsk. Seit März 1994 hat die GUS den Status des Beobachters bei der UNO.

Die Republik Belarus, die Republik Kasachstan und die Russische Föderation sind Mitglieder der Zollunion, die seit dem 1. Januar 2010 ihre Arbeit aufgenommen hat. Derzeit arbeiten die Staaten der Drei an der Vertiefung der gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit in Rahmen des Einheitlichen Wirtschaftsraums, der am 1. Januar 2012 gestartet wurde.

Der wichtige Bestandteil der Außenpolitik des belarussischen Staates ist die Teilnahme an den Prozessen der regionalen Sicherheit. Vor allem geht es hier um die Mitgliedschaftvon Belarusin derOrganisation des Vertrags über die kollektive Sicherheit (OVKS), zu der außer unseres Landes Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Tadschikistan und Usbekistan gehören.Belarus betrachtet OVKS als Organisation, die im Stande ist, den Schutz der nationalen Interessen von ihr gehörenden Staaten zu gewährleisten.

Im Dezember 2010 wurde die Republik Belarus der Vorsitzende in der OVKS. Unser Land zeigte Initiative für die weitere Erhöhung der Effizienz der Tätigkeit der Organisation, die Vervollkommnung der Rechtsmechanismen ihrer Tätigkeit und die Entwicklung eines konstruktiven Zusammenwirkens der Mitgliedstaaten auf der internationalen Arena.

Die Zusammenarbeit von Belarus mit NATO in Rahmen der vorhandenen Mechanismen des Euro-Atlantischen Partnerschaftsrates (EAPR) und des Programms „Partnerschaft um Friedens willen“ ist auf die Entwicklung eines konstruktiven Dialogs im Interesse der Festigung der europäischen und internationalen Sicherheit gerichtet.

Belarus ist seit 1992 das Mitglied der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), nimmt an der Ausarbeitung der wichtigsten Dokumente und Lösungen der OSZE teil und leistet Beitrag zur Entwicklung des gesamteuropäischen Dialogs zu den Fragen der Sicherheit.

Belarus ist auch das Mitglied der Bewegung der Blockfreien. Zusammen mit Partnern widersteht Belarus dem Praxis der Anwendung von Doppelstandards in der Weltpolitik, unterstützt den Bau der gerechten internationalen Ordnung, die effektive Integration der entwickelnden Länder und der Länder mit der Übergangswirtschaft in die Weltwirtschaft, festigt den Glauben an die Einzigartigkeit und Vielfalt der Wege der fortschrittlichen sozialwirtschaftlichen und politischen Entwicklung der Menschheit.

Im April 2010 erwarb Belarus den Status des Partners beim Dialog der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), der die Möglichkeit des Anschließens an die Tätigkeit der SOZ in einem breiten Spektrum der Richtungen, einschließlich Stärkung der regionalen Sicherheit, Aktivierung der handelswirtschaftlichen, Kredit- und Investitions- und Bankenzusammenarbeit, effektiver Entwicklung des Transitpotentials, Bildung und eine Reihe der anderen gewährt.

Im Jahr 2011 beantragte Belarus offiziell den Status des Beobachters bei der Organisation für Islamische Zusammenarbeit, der erlaubt, fruchtbar mit dieser einflussreichen und ansehnlichen internationalen Organisation zusammenzuwirken.

Internationale wirtschaftliche Organisationen

Die Integration von Belarus in die Weltwirtschaft hängt unmittelbar von dem Zusammenwirken mit verschiedenen internationalen Organisationen und in erster Linie mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), den Gruppen der Weltbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) ab.

Belarus schlägt der Weltbank vor, Fragen zur Vorbereitung der neuen Strategie der Zusammenarbeit zu besprechen. Foto: Maxim Gutschek (BelТА).

In den letzten Jahren gelang es dem belarussischen Staat von dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank die Revision ihrer traditionellen Herangehensweisen und die wesentliche Erweiterung der Beziehungen zu erreichen.

Es wurde die Umsetzung des Programms von IWF für die Republik Belarus Stand-by in der Gesamthöhe von ca. 3,5 Milliarden US-Dollar beendet. Die Internationale Bank für Rekonstruktion und Entwicklung gewährte eine Anleihe in der Höhe von 200 Mio. US-Dollar. Im Stadium der Durcharbeitung befinden sich die neuen gemeinsamen Projekte, darunter Projekte zur Erhöhung der Energieeffizienz, Entwicklung der Objekte der Infrastruktur im sozialen Bereich, Erhöhung der Qualität der Wasserversorgung und Verwertung der Festabfälle, Entwicklung der Straßeninfrastruktur, Rehabilitation der Kreise, die von der Katastrophe von Tschernobyl getroffen sind, und zu Reihe anderer Richtungen.

Belarus entwickelt auch die Zusammenarbeit mit zwei anderen Instituten, die zur  Weltbankgruppe gehören: International Finanz-Corporation (IFC) und Multilaterale Investitions-Garantie-Agentur (MIGA).

Der Gesamtumfang der Investitionen von IFC in die Wirtschaft des Landes, einschließlich der Projekte in den Sektoren der Banken, Produktion, Agrarindustrie, sowie im Sektor der Dienstleistungen, betrug nach Angaben zum 30. Juni 2011 316 Mio. US-Dollar. Eine Reihe der Programme der konsultativen Hilfe von IFC an die Republik Belarus der Entwicklung des privaten Sektors, die auf die Verbesserung der Regelung der Geschäfte und der Beiwirkung der Heranziehung der Auslandsinvestitionen, sowie auf die Vervollkommnung des Systems der Sicherheit der Nahrungsmittel gerichtet ist, wird erfolgreich umgesetzt.

2011 wurden die Basisverträge mit MAGI über die Anwendung der Landeswährung und über den Rechtsschutz von Garantierten Auslandsinvestitionen unterzeichnet, das schafft günstige Bedingungen für die Heranziehung von Auslandsinvestitionen in die Republik Belarus durch die Versicherung der Auslandsinvestitionen auf dem Gebiet unseres Landes von den nicht kaufmännischen Risiken.

Während der Mitgliedschaft in der EBWE bekam Belarus Kredite für die Entwicklung des elektrischen Fernmeldewesens, die Modernisierung des Heizkraftwerkes in Orscha, die Rekonstruktion der Autostraße M1/ESO auf der Strecke Brest-Minsk-Grenze Russlands, die Entwicklung des Systems der Kreditversorgung der kleinen und mittleren Unternehmen, Hypothekenkredite, Ausfuhrgarantien.

Belarus entwickelt auch aktiv die Zusammenarbeit mit den wirtschaftlichen Organisationen des UNO-Systems — der Wirtschaftskommission für Europa der UNO, der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung, der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung und anderen.

Die wesentlichen Anstrengungen der Wirtschaftskommission für Europa der UNO sind auf die Vereinheitlichung und Standardisierung der europäischen Gesetzgebung im Bereich von Transport, Handel, Energiewirtschaft, Umweltschutz und einer Reihe anderer Branchen gerichtet. Während der Mitgliedschaft in der Wirtschaftskommission für Europa der UNO (Belarus ist ihr Teilnehmer seit dem Datum der Gründung 1947) hat sich das Land an die Dutzende der internationalen Verträge, Konventionen, Protokolle im breitesten Spektrum der wirtschaftlichen Beziehungen angeschlossen.

Dynamisch entwickelt sich die Zusammenarbeit mit der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung. Sie ist auf die Lösung der klassischen wirtschaftlichen Probleme  gerichtet: die Entwicklung des Handels und die Heranziehung der Investitionen, die Vervollkommnung des Konkurrenzmilieus und die Reformierung der Steuergesetzgebung.

Die Republik Belarus setzt die Zusammenarbeit mit der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung fort. In Rahmen des Projektes „Unterstützung der industriellen Integration der Mitgliedsländer der EAWG“ ist die Gründung des Zentrums der internationalen industriellen Zusammenarbeit der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung in der Republik Belarus geplant. Aussichtsvoll ist das Zusammenwirken mit der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung im Bereich der Energieeffizienz, unter anderem im Kontext des Starts im Juni 2011 der „grünen Industrieplattform“ und der Vorbereitung zur Umsetzung einer Reihe von Projekten bei der Ostpartnerschaft und GUS.