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Startseite Tourismus Was kann man in Belarus besichtigen: die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Grodnoer Gebiet

Grodnoer Gebiet

Auf dem Territorium des Gebiets Grodno befinden sich die meisten alten belarussischen Schlösser: in Krewo, Golschany, Lida, Lubtscha, Mir und Nowogrudok.

Das Schloss in Krewo wurde zwischen 1338 und 1245 auf Befehl des Großfürsten von Litauen Algirdas gebaut. 1385  wurde im Schloss die Urkunde der Krewo-Union unterzeichnet – der Vertrag über das Bund des Großen Fürstentums von Litauen und des Polnischen Königtums. Dieses historische Dokument beeinflusste die Schicksäle aller europäischen Staaten. Das Schloss in Krewo ist der Teilnehmer und der Zeuge des Ersten Weltkrieges. In einem der zerstörten Türme kann man auch heute hervorstehende Eisenarmatur und Betonplatten sehen. Im Laufe der Kriegshandlungen geriet das Schloss in Hände der Deutschen. Um den Feind zu erreichen, war die russische Artillerie gezwungen, das Schloss zu beschießen. Die offensive Operation der russischen Truppen leitete an diesem Frontabschnitt der Befehlshaber der Westfront Generalleutnant Denikin, der zukünftige berühmte Leiter der Weißen Garde.

Das Golschany-Schloss regte den bekannten belarussischen Schriftsteller Wladimir Korotkewistch an, den berühmten Roman „Das schwarze Schloss von Golschany“ zu schaffen. Dieses Schloss, das für den Unterkanzler des Großen Fürstentums von Litauen Paul Stefan Sapega in den Traditionen der Renaissance und des Manierismus gebaut wurde, galt als eines der schönsten Schlösser von Retsch Pospolita. Im XVII. Jh. überging das Schloss zu anderen Besitzern und in der Folge wechselten sich seine Wirte sehr oft. Anfang des XVIII. Jh. wurde es während des Nordkrieges sehr stark beschädigt, es blieb aber bewohnbar bis zum Jahr 1939. In den sowjetischen Zeiten wurden aus den Ziegeln des Schlosses neue Gebäude im Dorf gebaut. Die Ruinen des Schlosses haben den Status des staatlichen Denkmals. Noch eine Sehenswürdigkeit von Golschany ist die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers – das prächtige Muster der Barockarchitektur.    

Eine der ältesten belarussischen Städte ist Lida, wo man das Kastel-Schloss sehen kann, das im Jahr 1323 auf Befehl litauischen Großfürsten des litauischen Großfürsten Gedymin im Zusammenfluss der Flüsse Lidejka und Kamenka gegründet wurde. Dieses Schloss gehörte zu der Verteidigungslinie Nowogrudok – Krewo – Medniki (Medininkaj) – Troki (Trakaj), die zum Zweck der Verteidigung des Großen Fürstentums von Litauen  vor Überfällen der Kreuzfahrer gebaut wurde und der Zeuge der zahlreichen wichtigen historischen Ereignisse war. Im Lida-Schloss wurden über einen Monat Hochzeitsbälle zur Ehre der Hochzeit des Königs Jogaila und Sophie Holszańska gefeiert. Das Schloss überlebte viele Belagerungen und Anfälle, sowie die Angriffe der Krimtataren, Kreuzfahrer, und während des Nordkrieges – der Schweden, die seine Türme gesprengt haben. Im Jahr 1794 gab es auf dem Territorium des Schlosses eine Schlacht zwischen den Aufstehenden von Tadeusch Kostjischko und den zaristischen Truppen. In den 20-er Jahren des XX. Jh. führten die polnischen Restauratoren Konservierungsarbeiten durch. In 1980-er Jahren haben die Restauratoren der BSSR die Wände und den nordöstlichen Schlossturm wiederhegestellt. Restaurationsarbeiten im Schloss bestehen weiter. Im Schloss werden internationale Festspiele der mittelalterlichen Kultur „Samok Gedymina“ („Gedymin-Schloss“) durchgeführt.

Das Schloss in Lubtscha wurde in 80-er Jahren des XVI. Jh. am Hochufer von Neman  gebaut. Es war rechteckig und war von 3 Seiten von einem Grab etwa 30 m breit und 7-10 m tief umgeben. Die vierte Seite des Schlosses wurde mit einem Fluss geschützt. Laut den Dokumenten und grafichen Angaben des XVII. Jh. gab es vier Türme in Schloss von Lubtscha. Unter Krzysztow Radziwill gab es im Schloss die größte Druckerei der Kalvinisten.

In Lubtscha wurde der Komponist Nikolaj Nabokow – der Vetter des bekannten Schriftstellers geboren, er hat hier seine Kindheit verbracht. Das Schloss von Lubtscha wird von den enthusiastischen Volontären restauriert.

Nowogrudok ist eine der ältesten belarussischen Städte. Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt in den Chroniken gehört zum Jahr 1044 und ist mit dem Feldzug des Großfürsten von Kiew Jaroslaw Mudryj gegen Litauen verbunden. Im XIII. Jahrhundert wird Nowogrudok zur Hauptstadt der Litauischen Großfürstentums. Nach der Verlagerung der Hauptstadt in Wilno (1323) spielt Nowogrudok weiter eine wichtige Rolle als Verteidigungsvorposten des Litauischen Großfürstentums. Das alte Zentrum von Nowogrudok ist das Schloss. Anfang des XI. Jh. erschienen an dieser Stelle Holzbefestigungen. Ende des XIV. Jh. erschien der erste Steinturm – Schtschitowka – der heute in Ruinen liegt. Zum Anfang des XVI. Jh. hatte das Schloss von Nowogrudok sieben Steintürme und war das stärkste im Großfürstentum von Litauen. Es hielt mehrmals Belagerungen von Kreuzfahrern, mongolischen Tataren und Fürsten von Galizien und Wolhynien aus. Während des Nordkrieges (1700-1721) wurden Schlossanlagen zerstört. Der Umriss des gebliebenen Turmes Schtschitowka ist eines der erkennbarsten Symbole von Belarus.

Seit 2000 werden neben dem Schloss in Nowogrudok die Festspiele der mittelalterlichen Kultur und die Ritterkampfspiele veranstaltet.

Das Schloss von Mir ist der echte Brillant in der Schlosskrone von Belarus. Im Jahr 2000 wurde der Schlosskomplex „Mir“ in die UNESCO-Liste des Weltnaturerbes eingetragen.

Grodno ist die einzige belarussische Stadt, in der zwei Königsschlösser – das Alte und das Neue und ganze Ensembles verschiedener Architekturstile – von Barock bis Konstruktivismus erhalten sind. Das Alte Schloss wurde Ende des XIV. – Anfang des XV. Jh. auf Befehl des Fürsten Vytautas errichtet. Die Dicke der Schlosswände erreicht 3 m, die Länge – etwa 300 m. In der zweiten Hälfte des XVI. Jh. wurde das Schloss zur Residenz des Königs Stefan Batorij. Im Laufe der Schlachten des Nordkrieges (1700–1721) wurde das Schloss stark geschädigt und es wurde entschlossen, das Neue Schloss zu bauen. Am Ufer von Neman , nicht weit vom Alten Schloss befindet sich die Kirche der Heiligen Boris und Gleb (von Kolozha) des XII. Jh., eine der ältesten Kirche von Belarus.

Das historische Zentrum der Stadt ist der Sowjetskaja-Platz, die zum Teil die westeuropäische Planung des XV. – XVII. Jh. bewahrt hat. Hier befindet sich die Kathedrale des Heilegen Franziskus Ksawery, eines der prächtigsten Barock-Denkmäler auf dem Territorium von Belarus.