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Tourismusarten

Die unberührte Natur von Belarus, einzigartige Wälder und Moore ziehen die Anhänger des Ökotourismus von der ganzen Welt an. Im Land gibt es drei Nationalparks: „Belowezhskaja Puschtscha“, „Braslauer Seen“, „Pripjatskij“, „Narotschanskij“. Das vom Staat besonders geschützte Naturschutzgebiet und der interessanteste Tourismuskomplex ist auch Beresinskij Naturschutzgebiet. Neben den Nationalparks und dem Beresinskij Naturschutzgebiet gehören zum System der bewachten Naturgebiete von Belarus 85 Republiknaturschutzgebiete und 348 Lokalnaturschutzgebiete, 305 Naturdenkmäler des staatlichen Niveaus und 542 des regionalen Niveaus. Alle Nationalparke bieten den Touristen die Ausflüge auf den ökologischen Pfaden an. Sobald Sie auf so einem Pfad, der durch das Territorium des Naturkomplexes „Blaue Seen“ angelegt ist, gehen, mit voller Brust den Wald- und Fichtennadelgeruch einatmen, die Seen der Bolduki-Gruppe bewundern und den Aussichtsturm bei dem winzigen Seen Glubelka besteigen – und die belarussische Natur bezaubert Sie für immer mit ihrer Schönheit.

Dank den Klima- und Phytotherapieheilfaktoren, den Vorkommen von Mineralwässern und dem Heilschmutz zieht Belarus die Anhänger des therapeutischen Heilungstourismus an. Hierher kommen, um sich zu erholen, neue Kräfte zu sammeln und die Gesundheit in den Sanatorien wiederherzustellen. In Belarus gibt es eine gut entwickelte Sanatoriumsbasis. Belarussische Sanatorien spezialisieren sich in der Behandlung der Krankheiten des Kreislaufsystems, der Verdauungsorgane, des Nervensystems, Skelettsystems und des Bindegewebes, der Atmungsorgane, der weiblichen Geschlechtsorgane und des Urogenitalsystems, des Herz-Kreislaufsystems und des endokrines Systems, des Bewegungsapparats, der Haut und der Sehorgane.

 Belarussische Sanatorien sind mit der neuesten Diagnostik- und Therapieausstattung ausgerüstet. Insgesamt gibt es im Land etwa 30 Heilanstalten verschiedenen Profils.        

Die geografische Lage von Belarus – im Herzen Europas, an der Kreuzung der Handels- und Kriegswege – verwandelte mehrmals das Land in den Kampfplatz. Hier dröhnten die Schlachten des Nordkrieges, während deren viele belarussische Schlösser geschädigt wurden und der legendäre Sophie-Dom in Polozk gesprengt wurde. Im Laufe von über 2,5 Jahren war die Front auf dem Territorium des heutigen Belarus – durch Mjadzel-, Wilejka- und Smorgon Regionen. In diesen Gegenden sind russische und deutsche Friedhöfe des Ersten Weltkrieges geblieben. Zahlreiche materielle Zeugnisse des Krieges sind geblieben, z.B. Beton- und Erdbefestigungen, halbzerstörte Steinbrücken über die Flüsse und Schmalspurbahnen, die von deutschen Kriegsingenieuren zum Zweck des Vormarsches in die Tiefe des Russischen Kaiserreiches gebaut wurden. Zum Andenken an Umgekommene im letzen, dem Zweiten Weltkrieg wurden majestätische Mahnmale in Brester Befestung, an der Stelle des verbrannten Dorfes Chatynj, am Feld von Bujnitschi bei Mogiljow  errichtet wurden. Exkursionstrecken, die durch die Orte der dramatischen Kriegsereignisse führen, werden für die Anhänger des historischen Kriegstourismus interessant sein. Das einzige dem Ersten Weltkrieg gewidmete Mahnmal befindet sich im Dorf Sabrodje nicht weit von Narotsch. Im Laufe von vielen Jahren beschäftigte sich mit seiner Herstellung der Künstler Boris Zitowitsch. In Sabrodje wurde das hölzerne orthodoxe Boris und Gleb Kapelle-Denkmal zur Ehre der Gefallenen in den Schlachten des Ersten und des Zweiten Weltkrieges errichtet. Im Wald neben dem Dorf wurde das Denkmal den Soldaten des Ersten Weltkrieges errichtet. Am 9. Mai jedes Jahres wird es in Sabrodje der Opfer der beiden Kriege gedacht.      

Besonders interessant für die Anhänger der Geschichte und der Architektur sind die Kirchen von Belarus: im Land, das seit alters die europäische Kreuzung war, kann man katholische und orthodoxe Kirchen, Synagogen, tatarische Moscheen, Holzkirchen der Altgläubigen sehen. Das eröffnet viele Möglichkeiten für den religiösen Tourismus. Jedes Jahr besuchen tausende Pilger das größte orthodoxe Kloster in Belarus – das Heilige Himmelfahrtskloster von Zhirowitschi, wo wundertätige Ikone der Mutter Gottes von Zhirowitschi aufbewahrt wird. Der Gedenktag der Ikone der Mutter Gottes von Jorowitschi wird am 13. September gefeiert. Jedes Jahr wird zur Ehre der wundertätigen Ikone die Kreuzprozession von Mozyr bis Jurowitschi unternommen. Anfang Juli jedes Jahres gehen tausende Pilger in ein schliches Dorf Budslaw, wo eine wundertätige Ikone der Mutter Gottes von Budslaw in einer prächtigen Barock-Kirche aufbewahrt wird.    

Es gibt Reisende, die das Land nicht zum Zweck der Bekanntmache mit seinen Denkmälern oder seiner Natur besucht, sondern um sich mit den Businesspartnern zu treffen, eine spezialisierte Ausstellung zu besuchen oder ein Seminar durchzuführen. Für den Geschäftstourismus sind alle Konditionen in unserem Land geschaffen. In Hotels, die an der Anlockung der Geschäftstouristen interessiert sind, werden neben der Übernachtung auch Zusatzdienstleistungen angeboten: Internet im Hotelzimmer, Restaurant, der bewachte Parkplatz, Becken, die Buchung der Flug- und Eisenbahnfahrkarten, Währungsumtausch usw. Die geografische Lage von Belarus ist der Vorteil für die Entwicklung des Geschäftstourismus: es ist sehr bequem, internationale Ausstellungen, Geschäftssymposien, Konferenzen und Businesstermine im Zentrum Europas durchzuführen. Auf der Suche nach dem idealen Ort für die Durchführung der Geschäftssymposien lenken ihre Veranstalter die Aufmerksamkeit auf das neue Gebäude der Nationalbibliothek von Belarus. Auf 25 Erdgeschoßen des Gebäudes befinden sich 20 Lesesäle, und in den Bibliothekfonds werden etwa 14 Mio. Drucksachen, darunter etwa 70000 alte Druckbücher und Handschriften gelagert. Hier gibt es Kunst- und Fotogalerien, ein einzigartiges Büchermuseum, ein Internet-Zentrum, ein internationales Pressezentrum, Konferenzsaal für 450 Personen.

Und wenn Geschäftsfragen gelöst wurde, kann man einen Ausflug ins Freie oder in einem Bauernhof unternehmen, um miteinander informell zu kommunizieren.

In den letzten Jahren entwickelt sich in Belarus sehr aktiv so eine Richtung wie der nostalgische Tourismus (Erinnerungstourismus). Meistens unternehmen die Einwohner der GUS-Staaten, sowie von Polen und Israel die nostalgischen Reisen. Das Treffen mit der Heimat ist immer sehr aufregend. Und diejenigen, die mit Belarus nur die Herkunft der Eltern verbindet, möchten die Heimat ihrer Ahnen besuchen, die Gräber der Verwandten finden und wenn Sie Glück haben werden – sich mit den Menschen treffen, die sie erinnern.

Der Landtourismus in Belarus ist eine gute Möglichkeit, zu seinen Anfängen zurückzukehren, sich mit den ethnographischen Besonderheiten jedes belarussischen Region bekanntzumachen, und außerdem – sich in das einfache Dorfleben im stillen, gemessenen Tempo zu vertiefen. Nämlich auf solche Weise lebten unsere Großeltern, unsere Urgroßeltern. Hier, in der belarussischen Provinz, kann man sehr leicht den Geist der Ewigkeit fühlen. Und dazu schweben hier wunderbare Gerüche – der Mahd und des Heus auf dem echten Heuboden, des frischgebackenen Brots und der blühenden Wiesen.  Der Landtourismus ist auch frisch gemolkene Milch, Farmkäse, echte Hühnereier – direkt vom Huhn_ und nicht aus dem nächstliegenden Supermarkt. Heute erlebt Belarus die Aufschwung des Landtourismus: im Land gibt es schon etwa anderthalb Tausende Bauernhöfe. Die meisten davon liegen in den malerischen Gegenden bei den Flüssen, Seen und Wäldern, und ihre Wirte gewährleisten nicht nur die Unterkunft, sondern können auch die Exkursion durch die Gegend organisieren.

Viele belarussische Bauerhöfe sind die Orte der Durchführung der originalen Festspiele, die die Anhänger des Ereignistourismus anziehen. In Rassony Region werden Festspiele des Landtourismus „Saborskij Fest“ und Festspiele des belarussischen Pferdes veranstaltet. Das Gutshaus „Auf der Sarjetschnaja Straße (Kobrin Region des Brester Gebiets) ist das Zentrum des traditionellen Kochwettbewerbs „Polesskije Lakomstwa“, im Dorf Komarowo (Mjadzel Region des Minsker Gebiets) wird die Marktmesse des nationalen Handwerks „Komarowo – Kreis der Tage“ durchgeführt. Das Gutshaus „Pestschanyj Bereg“ (Bychow Region des Mogiljow er Gebiets) ladet alle Fischenlustigen und Liebhaber des Autorenliedes zum „Großen Liedermacher-Fischen“ am Ende des Sommers ein.

Anfang Mai werden traditionelle Kulik-Festspiele in Turow veranstaltet, die die Naturliebhaber aus dem ganzen Belarus anziehen. Die Festspiele werden neben der einzigartigen Wiese von Turow – einem der wichtigsten Orte für das Niesten und den Aufenthalt während der Migrationen vieler Arten der Wasser- und Moorvögel – durchgeführt. Nämlich hier befindet sich die größte stabile Ansiedlung des in die Rote Liste der Republik Belarus eingetragenen Terekwasserläufers.